Personelle Zahnmedizin

Unseren Therapieansatz als „ganzheitlich“ zu bezeichnen, würde es nicht treffen und sogar den Sinn verfehlen.
Jede medizinische und zahnmedizinische Bemühung muss den ganzen Menschen zum Ziel haben.
Das galt seit Paracelsus, war von jeher Prinzip eines verantwortungsvollen Mediziners und ist keine Erfindung neuzeitlich alternativer Heilmethoden.

Aber ausgehend von den philosophischen Ideen Windelbands, Dilthey´s und Plessners muss eine personale Medizin nach Danzer nicht nur Krankheiten oder kranke Menschen sondern „die kranke Person“ beobachten,
beschreiben, diagnostizieren und therapieren, in allen Aspekten seiner Personalität, in Materie (Hyle), Leben (Bios), Seele (Psyche) und Geist (Logos).

Unsere Zeit ist geprägt durch Alltagsstress, Hektik, Sorgen und Ängste. Kaum einer ist frei davon. Überaktivität, Stress, oder Gedanken um andere die Seele beeinflussende Ereignisse lassen sich nicht abstellen wie das Licht durch einen Schalter, vor allem nicht im Schlaf.

Viele Menschen kompensieren diese Erscheinungen durch Fehlfunktionen oder Fehlverhalten wie Nägelkauen, Fingerschnipsen oder Knirschen und Pressen mit den Zähnen.

Der Spruch: „Beiß mal die Zähne zusammen.“ ist wohl jedem bekannt. Aber auch monotone Arbeitshaltungen oder Verspannungen in selbst weit vom Mund entfernten Körperteilen wirken sich
durch die Vernetzung der Muskulatur als Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD) auf Kaumuskeln, Kiefergelenk und Zähne aus.

Doch Zähneknirschen und Pressen zerstört die Zähne.
Es entstehen dabei enorme Drücke, viel größer als beim eigentlichen Kauen, die den Zahnschmelz zerstören.
Am Zahnhals platzt er zuerst ab. Die Zähne reiben sich gegenseitig kaputt. Langjährige „Knirscher“ haben daher kürzere Zähne.
Der Zahnschmelz ist abgetragen, weggeknirscht, bis auf das Niveau der Nervenhöhle. Zähne sterben so langsam ab, auch ohne Karies. Letztendlich bleiben nur noch hässliche Stummel übrig.

Die enorme Belastung lässt auch das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur schmerzen. Gelenkschmerzen durch Knirschen sind vergleichbar mit Schmerzen in Knie oder Hüfte bei jahrelanger Fehlbelastung.

 

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Das Symptom lässt sich durch eine Knirschertherapie leicht beheben:

Eine hauchdünne Schiene, vor dem Schlafen auf die Zähne aufgesetzt und nach dem Aufwachen wieder entfernt, trennt die Zahnreihen des Ober- und Unterkiefers.

Die Verzahnung der Zähne wird unterbrochen. Das Knirschen, das gegen die Verzahnung der Zähne erfolgt, kann so nicht mehr stattfinden. Die Zähne können sich nicht mehr zerstören.

Beim Knirschen gleiten die Zähne ins Leere. Die schlechte Angewohnheit des Knirschens gewöhnt man sich ab, indem sie nicht mehr stattfinden kann.

Aber nur bei gleichzeitiger Behandlung der Kausalkette, nämlich der Ursachen für Fehlverhalten und Fehlhaltungen kann diese Therapie zum dauerhaften und nachhaltigen Erfolg führen. Ein wichtiger Aspekt unserer Forschungstätigkeit an der Universität und den dort angegliederten Kliniken gilt daher der psychosomatischen Medizin.

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